
Was haben Autismus, ADHS, Monotropismus mit Trauma zu tun? Und wie können NARM und Somatic Experiencing helfen? Neurodivergenz Therapie Berlin für Erwachsene.
Neurodivergenz Therapie Berlin-Kreuzberg: Du bist autistisch, hast ADHS, beides oder bist auf andere Weise neurodivergent, etwa mit Legasthenie, Dyskalkulie, Dyspraxie oder Tourette? Und du bist erschöpft vom ständigen Anpassen? Vielleicht kennst du das Gefühl, immer etwas zu viel oder zu wenig zu sein. Oder du maskierst so gut, dass niemand merkt, wie viel Kraft dich der Alltag kostet.
Ich verstehe Neurodivergenz als natürliche Variation des Denkens und Erlebens. Sie ist Teil deiner Persönlichkeit, nicht etwas, das geheilt werden muss. Was oft belastet, sind die Folgen: Ablehnung, Anpassungsdruck und das jahrelange Gefühl, nicht richtig zu sein. Genau dort setze ich an, mit NARM und Somatic Experiencing, in meiner Praxis im Bergmannkiez in Berlin-Kreuzberg.
Der Begriff Neurodivergenz beschreibt unterschiedliche Arten des Denkens und Erlebens als natürliche Variation. Autismus ist häufig geprägt von stark monotropischer Aufmerksamkeit und sensorischen Besonderheiten. ADHS zeigt sich oft durch ein interessengetriebenes System und den Wunsch nach Neuheit. AuDHD verbindet beide.
Neurodivergenz ist keine medizinische Diagnose, sondern ein Begriff, mit dem du dich identifizieren kannst. Ob du eine Diagnose hast, eine vermutest oder dich einfach in der Beschreibung wiederfindest: Entscheidend ist, wie du dich selbst verstehst. Viele möchten sich bewusst nicht durch eine Diagnose stigmatisieren lassen.
Neurodivergenz bringt eine eigene Art mit, die Welt wahrzunehmen, und darin liegt viel Kraft:
In Beziehungen: Oft Ehrlichkeit, Loyalität und Tiefe statt Smalltalk. Dazu klare Absprachen und Nähe, die auch im stillen Nebeneinander entstehen darf.
In der Therapie geht es nicht darum, diese Seiten kleiner zu machen. Im Gegenteil: Je mehr Sicherheit dein Nervensystem erlebt, desto mehr Raum bleibt oft für das, was dich ausmacht.
Autismus und ADHS sind zu einem großen Teil angeboren (Tick et al., 2016; Sandin et al., 2017). Viele Belastungen, mit denen neurodivergente Menschen zu mir kommen, entstehen aber erst im Kontakt mit einer Welt, die auf neurotypische Menschen ausgerichtet ist, manche auch durch sehr frühe Belastungen:
Wenn du neurodivergent und queer bist, können sich diese Erfahrungen verstärken. Mehr dazu in meinem Artikel Neuroqueer Therapie Berlin.
Viele neurodivergente Menschen erfahren erst als Erwachsene, warum sie sich schon immer anders gefühlt haben. Bei dem Versuch zu verstehen, was mit ihnen los ist – für viele eine quälende Frage –, bekamen sie oft andere oder zusätzliche Diagnosen. Statt Entlastung brachten diese für manche zusätzliche Pathologisierung und Beschämung: das Gefühl, mit ihnen stimme grundsätzlich etwas nicht:
In der Therapie bei mir ist das Etikett zweitrangig. Wir schauen darauf, was dich belastet und was du dir wünschst. Wenn du eine diagnostische Abklärung möchtest, ist das bei Fachärzt*innen oder spezialisierten Ambulanzen gut aufgehoben.
Mein Anliegen ist es nicht, dich „normaler“ zu machen, sondern dich dabei zu unterstützen, das zu leben, was du dir für dich wünschst. Ich habe an mir selbst neurodivergente und queere Aspekte entdeckt, ohne eine entsprechende Diagnose. Diese Erfahrung bringe ich in meine Arbeit mit.
NARM ist dafür mein wichtigster Ansatz, weil er grundsätzlich nicht pathologisiert. Wir schauen auf die Überlebensstrategien, die du früh entwickeln musstest, etwa dich an andere anzupassen oder eigene Bedürfnisse zurückzustellen. Diese Strategien waren sinnvoll. Wenn sie dir heute im Weg stehen, kannst du in der Therapie mehr Wahlfreiheit gewinnen: zum Beispiel selbst zu entscheiden, wann du maskierst und wann nicht.
Somatic Experiencing setzt direkt am Nervensystem an. In kleinen, gut dosierten Schritten erweitern wir dein Window of Tolerance, also den Bereich, in dem du dich reguliert fühlst. So kippt Überforderung nicht mehr so schnell in Wut und Unruhe oder in einen Shutdown. Wut darf dabei auch da sein: Oft zeigt sie eine Grenze an, die lange übergangen wurde.
Ehrlicherweise: Auch in der Therapie kann es passieren, dass du dich bewertet fühlst oder dass ich selbst in eine Anstrengung gerate, etwa weil wir unterschiedlich kommunizieren. Das ist menschlich. Ich lade dich ein, es anzusprechen, sobald du es bemerkst. Genau solche Momente können wir gemeinsam erforschen, und oft wird dabei etwas spürbar, das auch außerhalb der Therapie wichtig ist.
Du musst dich in der Therapie nicht anstrengen, neurotypisch zu wirken. Sag mir gerne, was du in den Sitzungen dafür brauchst.
Nein. Ob du diagnostiziert bist, dich selbst als neurodivergent verstehst oder es einfach vermutest: Alles ist willkommen.
Ja, montags biete ich Online-Sitzungen an. Du kannst sie direkt über meinen Kalender buchen.
Eine Stunde (60 Minuten) kostet 95 Euro. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, private Versicherungen unter Umständen. Mehr zu Ablauf und Konditionen auf der Seite Therapie.
Wenn du dich hier wiedererkennst, buche gern einen Termin oder schreib mir.


