Queere Traumatherapie Berlin mit NARM: Minority Stress und Trauma verstehen

Eine Hand greift in einen Regenbogen aus Licht – queere Traumatherapie Berlin

Queere Traumatherapie Berlin-Kreuzberg: Du bist lesbisch, schwul, bi, trans, inter, nicht-binär, asexuell oder auf andere Weise queer? Und manches trägst du mit dir herum, das nicht aus dir selbst kommt, sondern aus Jahren von Abwertung, Anpassungsdruck oder dem Gefühl, nicht dazuzugehören? Solche Erfahrungen können sich im Körper und im Nervensystem festsetzen, auch wenn sie längst vorbei sind. Dafür gibt es Begriffe wie Minority Stress und systemisches Trauma. In meiner queeren Traumatherapie bearbeiten wir sie körperorientiert, mit NARM und Somatic Experiencing, in deinem Tempo. Meine Praxis ist im Bergmannkiez in Berlin-Kreuzberg, montags auch in der Blücherstraße 58 und online.

Womit queere Menschen zu mir kommen

Jede Geschichte ist anders. Diese Themen begegnen mir in der Praxis immer wieder:

 

  • Minority Stress und Diskriminierung: die Spuren von Abwertung, Mobbing, Gewalt oder ständiger Wachsamkeit im Nervensystem, auch in der Familie oder am Arbeitsplatz.
  • Scham und das Gefühl, falsch zu sein: oft schon lange vor dem Coming-out. NARM spricht von scham- und stolzbasierten Überlebensstrategien, die einmal schützten und heute im Weg stehen können.
  • Geschlecht und sexuelle Identität: Fragen, Unsicherheit, Coming-out oder die emotionale Seite einer Transition, ohne dass du dich erklären musst.
  • Zugehörigkeit: weder ganz in der Herkunftsfamilie noch ganz in der Community anzukommen, oder Einsamkeit trotz vieler Kontakte.
  • Beziehungen und Bindung: Nähe, die Angst macht, wiederkehrende Muster, Fragen rund um offene, polyamore oder monogame Beziehungen. Siehe auch Bindungsangst überwinden.
  • Neuroqueer: wenn du queer und neurodivergent bist und beides zusammen besonders viel Anpassung verlangt. Mehr dazu unter Neurodivergenz Therapie und im Artikel Neuroqueer Therapie Berlin.

Queer NARM. Queere Traumatherapie Berlin.

Mein Schwerpunkt ist NARM, das Neuroaffektive Beziehungsmodell. NARM geht davon aus, dass wir früh Strategien entwickeln mussten, um mit fehlender Sicherheit oder Ablehnung umzugehen: uns anpassen, unsichtbar machen, Gefühle abschalten. Viele queere Menschen kennen das gut. In jeder Sitzung starten wir bei dem, was du dir für dich wünschst, und erforschen, was dir dabei in die Quere kommt. Ziel ist nicht, dich zu reparieren, sondern mehr Wahlfreiheit zu gewinnen.

 

Wenn Anspannung, Erstarrung oder Erschöpfung im Vordergrund, beziehe ich Somatic Experiencing ein (ebenso bei bestimmten Traumaformen). Wir arbeiten dann in kleinen, gut dosierten Schritten mit deinen Körperempfindungen, damit dein Nervensystem nach und nach mehr Sicherheit erfahren kann.

Queer NARM und Queer Somatic Experiencing sind keine eigenen Methoden: Ich arbeite mit NARM und Somatic Experiencing und bringe Wissen um queere Lebensrealitäten und Minority Stress mit. Einen Überblick über alle Verfahren findest du unter Traumatherapie-Methoden.

Queer-affirmativ: was das bei mir heißt

  • Du musst nichts erklären: weder deine Identität noch deine Pronomen, deinen Körper oder deine Beziehungsform. Ob du polyamor lebst, BDSM und Kink magst oder in der Sexarbeit tätig bist: Das musst du bei mir nicht rechtfertigen.
  • Nicht du bist das Problem: Viele Belastungen kommen von dem, was dir angetan wurde, nicht von einem Fehler in dir.
  • Sex-positiv und ohne Bewertung: Wir können offen über (Un-)Lust, Begehren und Lebensweisen sprechen, ohne zu moralisieren.

 

Ich bin selbst schwul und queer und habe im Fachverband Somatic Experiencing die AG Queer gegründet. Ich bin ein weißer cis Mann und mir bewusst, dass ich nicht alle queeren Lebensrealitäten aus eigener Erfahrung kenne. Wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich nach, und du darfst mich jederzeit korrigieren.

Was ich nicht anbiete

  • Keine Gutachten oder Indikationsschreiben für medizinische Transitionsschritte. Dafür sind ärztliche oder approbierte psychotherapeutische Fachleute zuständig. Die emotionale Begleitung während einer Transition ist bei mir aber möglich.
  • Keine Medikation: Medikamente verschreiben dürfen nur Ärzt*innen. Eine medikamentöse Behandlung und die Therapie bei mir schließen sich aber nicht aus.
  • Keine Kinder- und Jugendtherapie: Ich arbeite ausschließlich mit Erwachsenen ab 18 Jahren. Für Kinder und Jugendliche wende dich bitte an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen.

Häufige Fragen

Muss ich ein Trauma erlebt haben, um zu kommen?

Nein. Viele merken nur, dass sie sich oft angespannt, erschöpft oder fremd fühlen, ohne ein bestimmtes Ereignis benennen zu können. Auch das kann eine Folge von Minority Stress sein.

Aber natürlich. Du bist willkommen, egal wo du gerade in deiner Identität oder einer Transition stehst.

Ja klar. Deine Beziehungsform, deine Vorlieben und deine Arbeit musst du bei mir nicht rechtfertigen. Wir schauen auf das, was dich belastet, nicht auf das, was andere bewerten.

Nein. Gerade mit Somatic Experiencing können wir viel über den Körper bearbeiten, ohne alles erzählen zu müssen. Du bestimmst das Tempo.

Ja, montags biete ich Online-Sitzungen an. Die Seite heisst zwar Queer Traumatherapie Berlin – aber Du kannst sie natürlich auch buchen, wenn Du außerhalb Berlin wohnst. Termine findest Du über meinen Kalender.

Eine Stunde (60 Minuten) kostet 95 Euro. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, private Versicherungen unter Umständen. Mehr zu Ablauf und Rahmen auf der Seite Therapie.

Hier kannst du einen Termin buchen

Wenn du dich hier wiedererkennst, buche gern einen Termin oder schreib mir.